PSA UND ERKRANKUNGEN DER PROSTATA

PSA ist die Abkürzung für das prostataspezifische Antigen. Es ist ein Protein, das in den Zellen der Prostata gebildet wird.

Es wird bei der Blutuntersuchung gemessen

• als Tumormarker bei der Früherkennung des Prostata-Karzinoms
• beim Staging (Einschätzung des Ausmaßes der Tumorerkrankung und Bestimmung des Tumorstadiums für die Planung der Therapie)
• im Rahmen der Therapiekontrolle und
• Nachsorge

PSA sollte im Rahmen der Krebsvorsorge ab dem 45. Lebensjahr bestimmt werden. Bei Männern mit einer familiären Vorbelastung kann das PSA schon ab dem 40. Lebensjahr gemessen werden.

Die Normwerte des PSA:

40 bis 49 jahre < 2,5 ng/ml(ug/l)
50 bis 59 jahre < 3,5 ng/ml(ug/l)
60 bis 69 jahre < 4,5 ng/ml(ug/l)
70 bis 79 jahre < 6,5 ng/ml(ug/l)

Die Grauzone liegt zwischen 4 und 10 ng/ml(ug/l). Die Werte können von Labor zu Labor abhängig von der Methode variieren. Daher gelten immer die Referenzwerte des Labors!

Eine Erhöhung des Gesamt-PSA weist fast immer auf eine Prostataerkrankung hin. Allerdings muss es sich nicht immer um ein Prostatakarzinom handeln. Das PSA ist ebenso erhöht bei einer gutartigen Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie, BPH), einer Prostataentzündung oder bei einem Prostatainfarkt (sehr seltenes Ereignis mit Schädigung des Prostatagewebes durch Unterbrechung der Blutversorgung). Auch bei mechanischer Manipulation im Rahmen der digital-rektalen Untersuchung kann das PSA vorübergehend erhöht sein. Es normalisiert sich dann aber bei einer Kontrollmessung.

Eine Erhöhung des Gesamt-PSA erlaubt aber noch keinen Rückschluss auf eine gut-oder bösartige Genese. Darüber gibt der Quotient aus freiem PSA und Gesamt-PSA mehr Aufschluss.

PSA liegt in freier und gebundener Form vor. Beide zusammen werden zusammen als Gesamt-PSA gemessen. Die Bestimmung des prozentualen Anteils des freien PSA am Gesamt-PSA erlaubt die Unterscheidung zwischen einer gutartigen Vergrößerung der Prostata und einer Prostataentzündung und einem Prostatakarzinom.

Dabei wird der Quotient aus freiem PSA und Gesamt-PSA gebildet und in Prozent angegeben.

< 15% Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Weitere Abklärung (Biopsie) notwendig.
15%-20% Grenzwertig. Verlaufskontrollen empfohlen.
> 20% Prostatakarzinom unwahrscheinlich. Meist eine gutartige Veränderung der Prostata.

Haftungsausschluss: Mit dem hier zur Verfügung gestellten Rechner kann keine Prostataerkrankung bestätigt oder ausgeschlossen werden. Die korrekte (Verdacht-)Diagnose kann nur durch einen Arzt gestellt werden.